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Weihnachten genießen 2019

Weihnachtsdeko - Sternenzauber

Weihnachtssterne sind Sensibelchen. Mit der richtigen Pflege bereiten sie jedoch lange Freude

Die roten Deckblätter nennt man Brakteen. Die eigentliche Blüte sitzt unscheinbar in deren Mitte. Foto: IStock/Scisettialfio

Simone Jacobius 

Weihnachtssterne zählen zu den beliebtesten Zimmerpflanzen in der Adventszeit. Mit ihren leuchtend roten Hochblättern in Sternenform sind sie ein Lichtblick in der ansonsten winterlich tristen Pflanzenwelt – und passen ideal zur Weihnachtszeit. Entdeckt wurde die attraktive Pflanze 1828 von Joel Poinsett, damals Gesandter der Vereinigten Staaten in Mexiko, in der mexikanischen Hochebene. Er gab ihr auch ihren ursprünglichen Namen – Poinsettie.

Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Schon die grünen Blätter sind eine Zierde, aber die Brakteen, die bunten Hochblätter, sind ihr eigentlicher Schmuck. Die Blüte, Cyathium genannt, ist dagegen eher unscheinbar und befindet sich in der Mitte der Brakteen. Neben der ursprünglich karmesinroten Farbe des Weihnachtssterns gibt es inzwischen unzählige Neuzüchtungen von Weiß über Gelblich-Grün bis zu Rosa. Seit Anfang November gibt es sie bereits in allen Größen und Farben im Handel zu kaufen.

Egal ob auf der Fensterbank, im Adventsgesteck oder im Blumenstrauß – Weihnachtssterne gehören zur Weihnachtszeit wie der Tannenbaum. Doch sie sind Sensibelchen und benötigen besondere Pflege.

Die richtige Pflege

„Eine gesunde Pflanze erkennt man vor allem auch an ihren kräftigen grünen Blättern“, verrät Markus Gläser, Produktionsleiter in der Fontana Gartenbau GmbH in Brandenburg, die seit 2004 Weihnachtssterne züchtet. Auch sollten die kleinen Blüten zu sehen, aber noch geschlossen sein, rät der Fachmann. Dann habe man lange Freude an der Pflanze.

Generell schadet den Pflanzen zu viel Wasser. „Die Wurzeln leiden, die Pflanze verliert dann ihre Blätter“, sagt Gläser. Er rät dazu, die Töpfe eher trockener zu halten und mit lauwarmem Wasser zu gießen.

Weihnachtssterne mögen Temperaturen von 15–22 Grad und helle Standorte, die aber nicht direkt am Fenster sein müssen. Zugluft und wechselnde Standorte mit großen Temperaturschwankungen mögen sie dagegen gar nicht. Schon der Weg vom Blumenladen nach Hause kann eine Strapaze für sie sein. Lassen Sie für den Weg die Pflanze in eine dicke Schicht Zeitungspapier einwickeln.
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Nach der Blüte

Weihnachtssterne sind mehrjährige Pflanzen und werden in freier Natur bis zu vier Meter groß – allerdings in wärmeren Gefilden. Doch auch bei uns gelingt es, sie zu überwintern. Während der Blüte brauchen die Pflanzen keinen Dünger und auch nicht so viel Licht. Wenn man sie über den Winter bekommen hat, werfen sie fast alle Blätter ab und brauchen mehr Pflege. „Am besten schneidet man die Pflanze zurück, stellt sie in die Sonne, gießt mehr und düngt sie einmal im Monat“, rät der Gartenfachmann. Damit der Weihnachtsstern pünktlich zum Fest wieder anfängt zu blühen, muss er acht Wochen lang mindestens zehn Stunden am Tag in absoluter Dunkelheit stehen. Und dann belohnt er uns wieder mit seinem leuchtend roten Sternenkranz.
   
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