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Berlins öffentlicher Übungsplatz für Golf auf der Trabrennbahn Mariendorf

Golf boomt und erfährt gerade einen Imagewandel

Berlins einzige öffentliche Driving Range liegt auf der Trabrennbahn Mariendorf. FOTO: GOLF ZENTRUM BERLIN (2)

Simone Jacobius 

Golf boomt. Seit im 15. Jahrhundert zum ersten Mal nachweislich Golf gespielt wurde, hat der Sport einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten und vor allem in den vergangenen Jahren immer mehr Anhänger gewonnen. Allein in Deutschland gibt es etwas 645.000 Golfspieler, die auf 730 Plätzen ihren Sport ausüben und über wunderschöne Grasflächen einen kleinen Ball in nicht minder kleine Löcher treiben. Auch in Berlin und Brandenburg gibt es viele Golfplätze, wenngleich die Region gemessen am Westen Deutschlands noch Entwicklungspotenzial hat.

Doch es werden mehr werden, denn inzwischen findet ein Umdenken statt. Der Sport will sich einer breiteren Bevölkerungsschicht öffnen und die Einstiegsbedenken (nur etwas für Reiche, Kleideretikette, elitär) reduzieren, aber auch flexibler werden. Golftrainer David Offermann betreibt deshalb die einzige öffentliche Driving Range (Übungsplatz) der Stadt auf der Trabrennbahn Mariendorf“ „Hier kann jeder erst mal locker reinschnuppern. Denn Golf hat einen riesigen Vorteil gegenüber allen anderen Sportarten“ Man kann es generationsübergreifend und in verschiedenen Leistungsstufen zusammen spielen.
Gute Abschläge sind beim Golfen das A und O.
Gute Abschläge sind beim Golfen das A und O.
Es gibt viele weitere Gründe fürs Golfspiel“ Bewegung und Entspannung an der frischen Luft, Konzentrationsförderung, hält fit, Kontakt zu Gleichgesinnten, ein Sport für zu Hause und den Urlaub. Golf gehört zu den Sportarten mit moderater Belastung, wenngleich die Sportler bei einer Runde auf dem Platz sieben bis zehn Kilometer in frischer Luft zurücklegen. Ein idealer Ausgleich also zum oft stickigen Büroalltag. Schon zwei Runden pro Woche über einen 18-Loch-Platz geben ein gutes Training ab. In einer dreieinhalbstündigen Runde verbraucht man etwa 1100 Kalorien, stärkt sein Herz-Kreislauf-System, trainiert Körpergefühl und -beherrschung und hat einfach ein tolles Ventil für Stress.

Doch bevor man seine Golfkarriere starten kann, muss erst der „Führerschein􀇋 gemacht werden – der sogenannte Platzreifekurs. Erst wer ihn bestanden hat, darf das Grün mit den neun bis 18 Löchern, die es zu absolvieren gilt, betreten. Erschwert wird der Parcours durch Rasen in unterschiedlichen Längen, unterschiedliche Sandhindernisse und Teiche. Und eins kann jedem Anfänger gesagt werden“ Man spürt plötzlich Muskeln, von deren Existenz man bisher noch gar nichts wusste. 124 von insgesamt 434 Muskeln werden beim Golf koordiniert und trainiert.

Für den Platzreifekurs muss man jedoch nicht nur lernen, Bälle weit zu schlagen (60 bis 80 Meter schaffen Anfänger, laut Offermann), sondern auch sein Können beim Putten, Chippen und Pitchen unter Beweis stellen. Und letztlich gibt es noch den theoretischen Teil, bei dem es auch um das Verhalten auf dem Platz geht. „Nach der Platzreife kann man noch kein Golf spielen, das lernt man erst mit der Zeit und viel Training, so Offermann, „Aber er reicht aus, damit sich die Anfänger wohlfühlen auf dem Platz und nicht bei anderen anecken.

Per Rad zu Seen, Wäldern und alten Dorfkirchen

Ein Blickfang: Die Himmelspagode in Hohen Neuendorf ist ein Restaurant. FOTO: PA/HANS-JOACHIM RECH
Ein Blickfang: Die Himmelspagode in Hohen Neuendorf ist ein Restaurant. FOTO: PA/HANS-JOACHIM RECH
Idylle mit Uferzugang: der Griebnitzsee in Potsdam-Babelsberg. FOTO: PA / JOKO
Idylle mit Uferzugang: der Griebnitzsee in Potsdam-Babelsberg. FOTO: PA / JOKO
Lohnenswerter Abstecher: das Zisterzienserkloster Zinna nahe Jüterbog. FOTO: PA / KARLHEINZ SCHINDLER
Lohnenswerter Abstecher: das Zisterzienserkloster Zinna nahe Jüterbog. FOTO: PA / KARLHEINZ SCHINDLER
3. Von Luckenwalde durch den Fläming

Glatte Wege durch abwechslungsreiche Landschaft bieten die Strecken des Fläming-Skate in Brandenburg. Wir starten in Luckenwalde und radeln Richtung Rundkurs 2. Er führt rechts nach Kolzenburg. Kurz danach wechseln wir auf den Rundkurs 1 und fahren über Neuhof nach Kloster Zinna. Dort steht das berühmte Zisterzienser-Kloster. Dann geht es auf dem gleichen Weg zurück zum Rundkurs 2, dort rechts weiter und wieder nach Luckenwalde. Die Strecke führt durch Wald, über kleine Brücken, an Wiesen und Feldern entlang. Ein Abschnitt verläuft parallel zu alten Bahngleisen, auf denen heute Draisinen unterwegs sind. Etwa 29 Kilometer.

Erfrischendes Bad: Bei einer Pause am Liepnitzsee lockt den Radler das türkisgrüne Wasser. FOTO: PA / ROBERT SCHLESINGER
Erfrischendes Bad: Bei einer Pause am Liepnitzsee lockt den Radler das türkisgrüne Wasser. FOTO: PA / ROBERT SCHLESINGER
4. Von Ahrensfelde nach Werneuchen

Ausgangspunkt ist der S-Bahnhof Ahrensfelde. Die Tour führt auf der Märkischen Allee stadtauswärts und weiter auf der Dorfstraße bis zur Mehrower Straße. In ihrem Verlauf gelangen wir nach Mehrow. Auf dem Krummenseer Weg geht es weiter, über die Autobahnbrücke, bis zur Landsberger Straße. Dort biegen wir links ab und fahren bis nach Blumberg, zur Schloßstraße. Sie führt am Dorfteich und der Dorfkirche vorbei. Rechter Hand liegt der Lennépark mit alten Eichen, Wiesen und Seen. Auf der Freienwalder Chaussee und der Blumberger Chaussee führt der Weg weiter bis nach Seefeld. In der Nähe liegt der Haussee. Auf der Chaussee radeln wir weiter bis nach Werneuchen. In Höhe des Schlosses zweigt die Breite Straße ab, die über Altstadt und Alte Bahnhofstraße zum Bahnhof führt. Länge“ etwa 18 Kilometer.

Grüne Idylle: der Lennépark in Blumberg mit seinem alten Baumbestand. FOTO: ISTOCK / EBENART
Grüne Idylle: der Lennépark in Blumberg mit seinem alten Baumbestand. FOTO: ISTOCK / EBENART
5. Von Bernau nach Wandlitz

Vom S-Bahnhof Bernau fahren wir über Breitscheidstraße und Alte Goethestraße, und biegen nach rechts auf den Weg hinter der Stadtmauer. Dann geht es rechts auf der Mühlenstraße weiter, und geradeaus auf Oranienburger Straße und Wandlitzer Chaussee. Der Radweg führt über die Autobahn und weiter vorbei am Bauhaus-Denkmal Bundesschule. Etwa zwei Kilometer danach geht ein Waldweg rechts ab, der über die Bundesstraße 273 zum Liepnitzsee führt. Wir fahren links am See entlang, nach Norden, bis zur Weggabelung. Rechts geht es weiter am See entlang. Wir nehmen jedoch den Waldweg, der links abzweigt. Er bringt uns zum Liepnitzweg, auf dem wir links weiterfahren bis zum Lanker Weg. Auch dort biegen wir links ab und radeln bis zur Prenzlauer Chaussee in Wandlitz. Sie führt rechts zum Strandbad am Wandlitzsee und zum Bahnhof. Biegt man links in die Chaussee ein, kann man auf der Straße Langer Grund und der Breitscheidstraße zum Naturparkzentrum Barnim Panorama fahren. Etwa 20 Kilometer.

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