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Extra: Berufliche Neuorientierung & Umschulung

Digitales Denken gibt der Arbeit einen neuen Kick

Masterplan.com macht Arbeitnehmer fit für die Zukunft

Das Team von Masterplan will ein digitales Verständnis für alle erreichen. FOTO: MASTERPLAN.COM

Simone Jacobius 
 
Der Job macht keinen Spaß mehr, es fehlt der Kick, man will mit der Zeit gehen. Und das heißt: Man muss digital werden, denn die Zukunft ist digital. Doch immer noch fühlen sich viele Menschen in der digitalen Welt nicht zu Hause. Das schafft einen Bedarf, den die Masterplan com GmbH bedienen will. Das Ziel des Startups ist es, Digitalthemen für jeden verständlich und anwendbar zu machen. Das kann auch der Arbeit wieder einen neuen Sinn geben. Auf einer digitalen Lernplattform kommen die, nach Aussage des Unternehmens, „besten“ digitalen Pioniere zu Wort. Das Credo des Unternehmens lautet: Weiterbildung macht Spaß und schafft neue Aufgabenfelder.

„Es reicht nicht mehr aus, dass sich Unternehmen digitale Expertise nur extern einkaufen. Die eigenen Mitarbeiter müssen mitgenommen werden.“

Daniel Schütt, Masterplan-Gründer

Masterplan befähigt jeden Mitarbeiter – egal ob Digital Native oder Digital Immigrant –, den technologischen Wandel zu verstehen, fördert digitales Handeln und hilft, Vorurteile abzubauen. Unternehmen können auf das Wissen von international führenden Experten wie Trivago-Gründer Rolf Schrömgens oder Thomas Bachem von der CODE University of Applied Sciences zugreifen: In 126 kinoreif produzierten Videolektionen geben diese ihre exklusiven Fachkenntnisse in verständlicher Sprache weiter und schaffen so die Voraussetzungen für digitales Denken. Dabei wird auch auf neue Organisationsstrukturen eingegangen, aber es werden auch zentrale Kompetenzen wie digitales Marketing vermittelt, IT-Sicherheit und Rechtslagen, beispielsweise die DSGVO, erklärt.
Der neue Bildungsanbieter will Ängste der Mitarbeiter abbauen, Wissen schaffen und digitales Denken und Handeln fördern. Die acht Stunden dauernde Schulung (mit Aufbaumodulen kann sie auf bis zu 45 Stunden erweitert werden) ist dank spielerischer Elemente unterhaltsam gestaltet und bildet erst mal eine Grundlage für die Arbeit im digitalen Zeitalter. Die Lektionen sind aufeinander aufgebaut und in Zwei- bis Fünf-Minuten-Einheiten aufgeteilt. Das erworbene Wissen wird mit einem kleinen Quiz überprüft.

„Das Ganze ist interaktiv aufgebaut, damit es nicht langweilig wird. Außerdem gibt es ein kleines Lexikon, in dem die wichtigsten Begriffe kurz erklärt sind“, sagt Nora Werbeck, Sprecherin von Masterplan. Gut 2000 Lizenzen haben die beiden Gründer Stefan Peukert und Daniel Schütt zum Start der Plattform im vergangenen Herbst bereits verkauft. Unter anderem setzen die Otto Group und Siemens auf die neue Plattform. Die Idee zu Masterplan kam den beiden, nachdem sie 2015 ihr erstes Start-up, Employour, an Bertelsmann verkauft hatten. „Es reicht nicht mehr aus, dass sich Unternehmen digitale Expertise nur extern einkaufen. Die eigenen Mitarbeiter müssen mitgenommen werden – denn letztendlich sind sie es, die Ideen beisteuern und Neues auf den Weg bringen“, mahnt Daniel Schütt. Masterplan soll der erste Schritt sein, um digitale Kompetenz im jeweiligen Unternehmen zu schaffen.
Die Otto Group etwa unterstützt jetzt mit Masterplan ihr Konzept des Kulturwandels 4.0, das sie seit 2015 verfolgt: „Um in der digitalen Welt relevant zu bleiben, müssen Unternehmen ihre bisherigen Geschäftsprozesse und alte Muster im Denken und Handeln hinterfragen“, sagt Sandra Widmaier-Gebauer, Direktorin des Personalbereichs der Otto Group, „die Digitalisierung schreitet so schnell voran, dass ein punktuelles digitales Wissen nicht mehr genügt. Vom Berufsanfänger bis zum Vorruheständler müssen alle Kollegen das digitale Grundverständnis haben, das bei Digital-First-Unternehmen Standard ist.“ Masterplan kann dabei unterstützen und die Weichen so stellen, dass alle Mitarbeiter – ob aus der Buchhaltung, Logistik oder der IT – ihr eigenes Potenzial erkennen und die digitale Zukunft aktiv gestalten und vorantreiben. „Das Echo, das wir bisher bekommen haben, ist sehr positiv. Die Mitarbeiter fühlen sich besser abgeholt und sicherer im digitalen Grundverständnis“, sagt Nora Werbeck.

Übrigens haben die beiden Masterplan-Gründer jetzt auch den Sprung an die erste Universität geschafft: Mit ihrer Hilfe will die Universität Witten/Herdecke ihre Studierenden auf eine digitale Arbeitswelt vorbereiten. „Unsere Mission ist es, die deutsche Wirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Darum starten wir mit den Entscheidern und Entscheiderinnen von morgen“, so Schütt.
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