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Themenwelten Berliner Morgenpost
Luxusimmobilien in Berlin und Brandenburg

Leben in der Luxusklasse

Auch in Berlin werden teure und edle Wohnungen angeboten

In weitläufigen Wohnzimmern kommen Designermöbel einfach besser zur Geltung. istockphoto/2mmedia

Laers Klaassen 

Concierge-Service in der Lobby, oder - wie beim Villen-Ensemble „Meisterstück“ in Dahlem -gleich ein Butler: Luxusprojekte sind auf dem Berliner Wohnungsmarkt kein Einzelfall mehr. „Das internationale Interesse an Wohnungen in Berlin steigt signifikant, vor allem im oberen Preissegment“, sagt Sven Henkes, Chief Operating Officer der Ziegert-Gruppe. Ein Viertel der Käufer von Ziegert kommen derzeit aus dem Ausland, knapp die Hälfte davon kaufen im gehobenen Preissegment.

„Die Wohn- und Lebensqualität ist in Berlin hoch, außerdem kann man hier mit Englisch leben und arbeiten - das macht die Stadt für viele Menschen attraktiv“, so Henkes. „Das Prime-Segment ist trotz des Preisanstiegs der letzten Jahre relativ günstig.“ Im Schnitt kostet der Luxus-Quadratmeter in Berlin 11.203 Euro, in Singapur 23.136, in New York 28.792 Euro. London steht mit 29.786 Euro an der Spitze.

In Berlin gibt es noch bezugsfreie Triple-A-Lagen. Besonders beliebt sind etwa Charlotten-burg-Wilmersdorf und Mitte. Laut aktuellem Ziegert-Report lag der höchste Verkaufspreis für eine Wohnung 2017 bei 17.610.000 Euro. „Berlin holt innerhalb Deutschlands im Premi-umsegment auf“, so Henkes. „Bei der Zahl der verkauften Wohnungen über eine Million Euro belegt Berlin inzwischen den dritten Platz nach München und Hamburg.“

Am Hochmeister Platz
Nur wenige Top-Lagen

Sebastian Fischer gibt zu Bedenken: „Der Markt für Luxuswohnungen in Berlin ist aber nur ein kleiner Teil des gesamten Marktes.“ Fischer ist Vorstand der Primus Immobilien AG, die im gehobenen und luxuriösen Segment baut. Von in Berlin insgesamt rund 14.000 verkauften Wohnungen kosten etwas über 200 Wohnungen mehr als eine Million Euro. „Nur in sehr wenigen Lagen werden wirklich Luxuspreise erzielt“, sagt Fischer. Dazu zählten Seitenstraßen des Kurfürstendamms und sehr gute Lagen in Mitte und im Berliner Südwesten, etwa in Grünewald.

Insgesamt befinde sich das Segment der Luxuswohnungen auf Wachstumskurs. Denn: Viele deutsche Mittelständler haben sich hier eine Wohnung als Zweitwohnsitz für den Ruhestand oder als Kapitalanlage gekauft. Zudem zögen Menschen aus beruflichen Gründen zu. Diese Neuberliner haben im Schnitt höhere Einkommen.

Die Preise stagnieren

Dass Nachfrage und Preisentwicklung im Luxussegment sich in den letzten zwei bis drei Monaten beruhigt haben, stellt Anita Gärtner fest, geschäftsführende Gesellschafterin von Sotheby’s International Reality in Berlin, dem weltweit größten Makler für Luxuswohnungen: „Dies ist auf ein Überangebot an Wohnungen im Luxussegment zurückzuführen.“ Außerdem seien Grundstückspreise und Baukosten gestiegen.

„Nach wie vor erwerben chinesische Investoren Luxuswohnungen in Berlin“, weiß Gärtner. Darüber hinaus kauften hier neben vielen Deutschen und Europäern auch Kanadier und vereinzelt US-Amerikaner. Dass die Käufer ihre Wohnungen anschließend kaum nutzten, käme selten vor. „Ganze Straßenzüge, die wie in London leerstehen, gibt es hier nicht.“

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