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Extra - Traumhaus 2019

Eine ökologische Alternative

Fertighäuser sind längst nicht mehr nur ein Nischenprodukt – ein Grund dafür ist die gute Energiebilanz

Fertighäuser zeigen ihren Holzanteil mehr oder weniger offen. FOTO: WEBERHAUS

UWE LEHMANN 

Der derzeitige Bauboom kommt auch den Fertighausherstellern zugute. Waren im Jahr 2000 bundesweit nur 13,5 Prozent der neu erbauten Eigenheime Fertighäuser, so wurde 2018 bereits jedes fünfte Einfamilienhaus auf fertig vorproduzierten Teilen errichtet.

Die Höhe des Kaufpreises spielt bei der Frage zwischen Massiv- und Fertighaus nicht die entscheidende Rolle. Denn ein hochwertiges Fertighaus ist kein Schnäppchen. Eher ist der Festpreis, den die Hersteller nach der Bau- und Leistungsbeschreibung garantieren, ein Argument. Ein Grund mehr ist die kurze Bauzeit. Ein Fertighaus steht im Prinzip in ein bis zwei Tagen. Für den Innenausbau und die Einrichtung veranschlagen die Hersteller je nach Ausbaustufe und Eigenleistung etwa sechs bis zwölf Wochen – spätestens dann ist es bereit zur Übergabe. Das bedeutet, Preis und Einzugstermin stehen frühzeitig fest.

Danhaus
Damit geht einher, dass der Käufer das Haus aus einer Hand erwirbt. Er muss sich nicht mit verschiedenen Gewerken herumschlagen. „Jeder Kunde bekommt von Anfang an einen festen Ansprechpartner als Projektleiter, der die gesamte Betreuung von der individuellen Planung über den Besuch des Bemusterungszentrums, in dem zusammen mit dem Kunden die komplette Ausstattung des Hauses geplant wird, über die Produktion des Hauses im Werk, den Aufbau bis hin zur späteren Wartung oder Umbauten übernimmt“, sagt Siegfried Lettko, Produktmanager bei Weberhaus. Zudem sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten eines Fertighauses heute nicht geringer als beim Massivhaus. Größen und Grundrissen sind praktisch keine Grenzen gesetzt: Vom Reihenhaus über das Einfamilienhaus bis zur großzügigen Stadtvilla ist alles möglich – und das von einfach bis luxuriös.

Fertighäuser überzeugen energetisch. So sorgen etwa Gebäudehüllen aus starken Holzfaserdämmplatten für einen sehr niedrigen Energieverbrauch. „Heutzutage sind Fertighäuser als Energieplushäuser möglich, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen“, erklärt Lettko. Zum Beispiel, wenn eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert ist.

Fertighäuser entstehen aber nicht nur auf der grünen Wiese. Auch beim Nachverdichten in der Innenstadt kommen sie zum Einsatz. Bei Dachaufstockungen greifen Bauherren gern auf sie zurück. Und selbst Mehrgeschossbauten lassen sich in Holzfertigbauweise errichten. Denn schwer entflammbare, nicht glimmende Holzfaserdämmplatten erfüllen die Anforderungen des Brandschutzes.


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