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Extra: Kauf direkt vom Bauträger

Elektroplan nach eigenem Wunsch

Sobald der Rohbau steht, geht es an den Feinschliff. Hierzu gehört auch ein Elektroplan, bei dem die Käufer mitbestimmen können

Wichtig: Wohin kommt die Steckdose? FOTO: WATTANAPHOB/ISTOCK

Max Müller 

Wer in einer älteren Wohnung lebt, kennt das Problem: Steckdosen sind mitunter rar gesät. Der Grund: Bei Errichtung des Gebäudes gab es einfach weniger elektronische Geräte. Mit Verteilerdosen lässt sich der Mangel an Steckdosen zwar ausgleichen, doch damit steigt der Kabelsalat. Zudem ist es nicht ungefährlich. Durch das willkürliche Anstecken von Elektrogeräten kann der Stromkreislauf überlastet werden. Auch steigt die Brandgefahr.
Buwog
Bei einem Neubau sind die Leitungen gleich auf eine höhere Last ausgelegt. Und auch die Zahl der Steckdosen ist auf heutige Bedürfnisse zugeschnitten. Nicht immer sind sie allerdings an der richtigen Stelle vorgesehen. Das Gute: Wer seine Immobilie frühzeitig vom Bauträger erwirbt, kann noch mitbestimmen – oft sogar ohne Zusatzkosten. Dabei lohnt sich der Blick auf den Elektroplan vor allem für all jene Käufer, die eine Vielzahl technischer Geräte besitzen und sichergehen möchten, dass zum Beispiel der Internetempfang in der ganzen Wohnung stimmt. Denn wer den Router nicht an zentraler Stelle platzieren kann, muss plötzlich aufs Streaming verzichten oder mit zusätzlichen Geräten, die die Wlan-Reichweite erhöhen, teuer nachrüsten.

Einrichtung planen

Wem die Verteilung und Lage von Steckdosen und Anschlüssen folglich wichtig ist, der sollte daher frühzeitig fragen, ob es Spielraum bei der Ausgestaltung und Platzierung von Anschlüssen gibt, was Änderungen am Elektroplan kosten und wo es noch Möglichkeiten gibt, diesen gegebenenfalls um die eigenen Wünsche und Prioritäten zu ergänzen.

Denn neben Steckdosen und Internet spielt natürlich auch der Fernsehanschluss eine Rolle. Nicht immer sind Antennensteckdosen dort vorgesehen, wo Fernseher dann auch hinsollen. Wer seinen Internetanschluss zusammen mit dem Kabelanschluss bucht, sollte zudem auch mitbedenken, ob der Router richtig steht. Hierzu hilft es, sich frühzeitig über die Einrichtung des kommenden Heims Gedanken zu machen. Ein Blick auf Grundriss und Elektroplan zusammen ist da hilfreich.

Besonderes Augenmerk sollte auch den Elektroanschlüssen im Küchenbereich gelten. Dabei sind vor allem die Lage der Herdanschlussdose wie auch des Spülmaschinenanschlusses zu berücksichtigen. Letzterer etwa sollte nicht hinter dem künftigen Stellplatz installiert sein, damit der hervorstehende Stecker nicht mit der Einbautiefe des Geschirrspülers kollidiert und der Geschirrspüler so zu weit vorne stehen würde. Auch der Anschluss für den Kühlschrank und die Beleuchtung, etwa über dem Spülbecken, gilt es zu berücksichtigen. Hier hilft es, wenn sich Küchenbauer oder Schreiner mit dem Bauträger abstimmen – zumal die Küche ja eh ausgemessen werden muss.

Aus einer Hand

Nicht immer sind die Änderungen beim Elektroplan einfach möglich. Sei es, dass der Bauträger jeden Wunsch extra berechnen möchte, sei es, dass man zu spät gekauft hat und die Leitungen und Anschlüsse bereits gelegt sind. Auch dann sind noch nachträgliche Änderungen möglich, indem man einen Elektriker beauftragt. Allerdings werden die Leitungen zumeist unter Putz verlegt, was nachträgliche Änderungen teurer macht. Hier gilt es zu kalkulieren. Notfalls hilft dann doch der Griff zu Verteilerdosen und Kabelkanälen.
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