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Themenwelten Berliner Morgenpost
Extra Neubauprojekte 2019

Möblierte Mikro-Apartments wie „B.Loved“ an der Gervinusstraße

Möblierte Mikro-Apartments sind stark gefragt. Sie eignen sich auch für Anleger mit kleinem Budget

Bei Investoren sind derzeit Mikro-Apartments, also kleine möblierte Wohnungen, wie das „Studio Living Berlin B.1“ beliebt, das in Wedding gebaut wird. PROJECT IMMOBILIEN

Sabine Flatau 

In Berlin arbeiten, anderswo zuhause sein – das trifft auf immer mehr Beschäftigte zu. Sie brauchen eine Bleibe auf Zeit, die wohnlich ist, aber wenig Aufwand verursacht. Ein Hotelzimmer ist zu unpersönlich. Eine eigene Wohnung einzurichten, lohnt nicht. Kleine, möblierte Apartments sind deshalb immer mehr gefragt. „Die Zahl der Studenten und Berufspendler in den Groß- und Universitätsstädten nimmt stetig zu“, sagt Sebastian Will, Geschäftsführer der Finanzring GmbH & Co.KG in Leverkusen. „Ebenso steigt die Anzahl derer, die zeitlich begrenzt in einer Stadt arbeiten, wie zum Beispiel Wissenschaftler mit befristeten Uni-Verträgen oder Spezialisten, die sich lediglich für die Dauer eines Projekts in der Stadt aufhalten. Genau auf diese Zielgruppe konzentriert sich dieses Angebot.“

Wills Unternehmen vermarktet 115 Mikro-Apartments, die im Neubauvorhaben „B.Loved“ an der Gervinusstraße in Charlottenburg entstehen. Sie sind 23 bis 41 Quadratmeter groß und für die vorübergehende Vermietung vorgesehen. Der Zeitraum ist auf zwei bis sechs Monate begrenzt. Die Apartments eignen sich etwa für Schauspieler, Stipendiaten, Botschaftsangehörige und Unternehmensberater als Unterkunft. Die kleinen Wohnungen bekommen Fußbodenheizung, dreifach verglaste Fenster, Sonnenschutz und eine hochwertige Badezimmerausstattung. Stellplätze bietet eine Tiefgarage. Das Haus wird ein eigenes Fitnessstudio und eine Snackbar haben. In diesem Jahr soll das Gebäude nahe dem S-Bahnhof Charlottenburg fertig sein. Die Wohneinheiten sind bereits alle verkauft. Ein Management kümmert sich um die Vermietung. Die gesamten Mieteinnahmen werden dabei unter den Eigentümern aller Apartments aufgeteilt. Der Verteilungsschlüssel richtet sich nach der Quadratmeterzahl der Apartments. So haben Eigentümer auch dann Einkünfte, wenn ihr Apartment mal nicht vermietet ist.
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Die Mikro-Apartments sind bei Anlegern auch deshalb beliebt, weil kleinere Einheiten bereits mit geringerem Budget zu bekommen sind. Wie schnell sich die Investition dann auszahlt, ist aber unterschiedlich. „Die erzielbaren Renditen hängen immer stark von Zusatzfaktoren wie Lage, Anbindung und Ausstattung ab“, sagt Alexander Diesen, Vertriebsleiter bei der Project Immobilien Wohnen AG in Nürnberg. Derzeit seien auf dem Berliner Markt für möblierte Mikro-Apartments Renditen von circa drei bis vier Prozent realistisch. Das liegt auch daran, dass für möblierte Wohnungen nicht der Mietpreisspiegel gilt. „Wie in anderen Märkten auch, wird der Preis von der Nachfrage bestimmt“, so Diesen.

Passend eingerichtet

Welche Miete genommen werden kann, ist auch von der Ausstattung abhängig. Beim aktuellen Projekt „Studio Living Berlin B.1“ in der Tegeler Straße im Wedding wird auf langlebige Möbel geachtet. Außerdem zählen Vinylböden oder Fliesen und ein Duschbad zum Standard. Meist gehören auch ein Balkon oder eine Dachterrasse dazu. In der Küchenzeile finden die Bewohner einen Kühlschrank, ein Glaskeramik-Kochfeld samt Umluft-Dunstabzugshaube sowie eine Mikrowelle vor.

Dank der Nähe zur Charité und der Beuth Hochschule sind im Wedding vor allem Wissenschaftler und Studenten die Zielgruppe. Investoren haben aber bereits eine weitere Gruppe von Mietern im Blick: Senioren. „Im Alter ziehen viele eine kleine, praktische Stadtwohnung mit wenig Pflegeaufwand und einer umfassenden Infrastruktur einem Haus mit Garten in weniger gut erschlossenen Randgebieten vor“, meint Diesen.

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