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Themenwelten Berliner Morgenpost
Familiensportfest 2019

Eine Einladung an alle

Das Familiensportfest verbindet Generationen miteinander, bringt den Breiten- und Spitzensport in Einklang – und würdigt das enorme Engagement von Ehrenamtlichen

Im Olympiapark kann man sich in unterschiedlichsten Sportarten ausprobieren, etwa im Fechten. FOTO: MAX WEISE

Friedhard Teuffel  

Passt diese Sportart zu mir? Oder wie man heute fragen würde: Was macht diese Sportart mit mir? Nirgends ist es so leicht in Berlin, darauf eine schnelle Antwort zu finden wie beim Familiensportfest. Denn hier lässt sich die Vielfalt des Sports auf engstem Raum erleben. Wer sich in verschiedenen Sportarten ausprobieren möchte, müsste sonst über unzählige Plätze und durch unzählige Hallen ziehen. Willkommen also zum größten sportlichen Selbstversuch der Stadt!

Eine der schönsten Flächen des Landes

Für diesen Selbstversuch steht auch noch eine der schönsten Flächen zur Verfügung, die es überhaupt in Deutschland für den Sport gibt: der Olympiapark. Wo sonst Hertha BSC trainiert, wo Nachwuchsathletinnen und -athleten an einer großen Karriere basteln, wo Sportgeschichte in Fülle zu besichtigen ist und die Geschicke von Vereinen und Verbänden gestaltet werden, steht jetzt das eigene Sporttreiben im Zentrum. Mit mehr als 100 Angeboten zum Mitmachen. Das Familiensportfest ist mehr als ein Schaufenster des Berliner Sports. Hier gilt: nicht nur gucken – anfassen!
Friedhard Teuffel ist Direktor des Landessportbunds Berlin. FOTO: LSB/JARO SUFFNER
Friedhard Teuffel ist Direktor des Landessportbunds Berlin. 
FOTO: LSB/JARO SUFFNER
Dass nun zum ersten Mal „Die Finals“ stattfinden, Deutsche Meisterschaften in zehn olympischen Sportarten, ist ein wunderbares Zusammenspiel. Denn so ist das Familiensportfest das breitensportliche Fundament für spitzensportliche Aktivitäten. Und es wird an diesem Wochenende deutlich, wie eng beides verbunden ist. Etwa dass Spitzensport Inspiration bietet für den Breitensport. Und der Breitensport der lebendige Alltag des Sports ist. Bei seiner zehnten Auflage findet das Familiensportfest wegen der „Finals“ erstmals an zwei Tagen statt, und das ist nur möglich, weil Hunderte von freiwillig Engagierten aus den mehr als 2500 Berliner Vereinen und unseren Sportverbänden dieses Fest organisieren. Auch damit ist das Familiensportfest ein Abbild des Sports – ohne Ehrenamtliche läuft nichts.

Digitale Entwicklung als Chance für den Sport

Zur immer größer werdenden Vielfalt des Familiensportfests gehört jetzt zum ersten Mal eFootball. Was das mit Sport zu tun hat? Davon kann sich jeder selbst ein Bild machen. Der Landessportbund hat sich jedenfalls zum Thema eSports positioniert. Zusammengefasst: Etwas auf einem Bildschirm zu bewegen, so rasant es auch sein mag, ist nicht gleich Sport. Zumal es den organisierten Sport auszeichnet, seine Regeln selbst und demokratisch zu bestimmen. Aber wenn es Sport abbildet, zum Beispiel bei Fußball-Simulationen, kann es eine Chance für Sportvereine sein, sich digital weiterzuentwickeln und neue Verbindungen zu jungen Menschen zu schaffen.


„Das Familiensportfest ist mehr als ein Schaufenster des Berliner Sports. Hier gilt: nicht nur gucken – anfassen!“

Friedhard Teuffel, Direktor des Landessportbunds Berlin

Sport ist eine Einladung an alle, das trifft auf das Familiensportfest noch einmal besonders zu. Denn hier feiern wir generationenübergreifend den Sport als lebenslangen Begleiter. Zu sehen ist das etwa beim Sportabzeichen. Es kann beim Familiensportfest von Eltern und Kindern gleichermaßen abgelegt werden. Überhaupt ist das Sportabzeichen längst zeitlos geworden als ideales Mittel, um seine eigene Fitness zu überprüfen. Hier zählt immer wieder der Wettkampf mit sich selbst, der Kampf und hoffentlich der regelmäßige Sieg gegen den inneren Schweinehund.

Der Berliner Sport wächst, immer noch und immer weiter, aber wir sehen nach wie vor, dass es eine Delle gibt in der Mitgliederstatistik fast aller Sportarten. Es ist die Lebensmitte, die sogenannte „Rush Hour des Lebens“, wenn Familien gegründet und berufliche Laufbahnen aufgebaut werden. Da ist es nicht leicht, auch den Vereinssport noch unterzubringen, zumal die Betreuung der Kinder erst einmal gesichert werden muss. Doch es gibt Vereine, die gerade darauf reagieren, mit Angeboten für Eltern und Kinder. Dafür will das Familiensportfest ebenfalls werben. Es ist ein Gewinn für alle, wenn Vereinszeit auch Familienzeit ist.

Sport erleben

Grußwort
Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport. FOTO: FOTOMANUFAKTUR SCHNITTFINCKE
Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport. FOTO: FOTOMANUFAKTUR SCHNITTFINCKE
Das zehnte Familiensportfest auf dem Gelände des Olympiaparks steht in diesem Jahr in einem besonderen Fokus: Es ist gleichzeitig der breitensportliche Rahmen für „Die Finals – Berlin 2019“ – Deutsche Meisterschaften in zehn verschiedenen Disziplinen in einer Stadt an einem Wochenende. Das ist eine Premiere und ein besonderer Höhepunkt im ohnehin schon vielfältigen Berliner Sportkalender. Einmal mehr zeigt sich, wie eng „Sport treiben und Sport erleben“ – die Devise unserer Sportmetropole – verbunden sind. Auf dem Familiensportfest können Sportfans über das Erlebnis der Meisterschaften hinaus selbst aktiv werden und aus mehr als 100 verschiedenen Angeboten zum Mitmachen und Kennenlernen auswählen. Im Berliner Sportgeschehen ist das Familiensportfest inzwischen eine feste Größe, bei der klassische Sportarten des Breitensports, neue Trendsportarten, zahlreiche Gesundheitssport-Angebote und vielfältige Informationen präsentiert werden. Das Fest ist ein hervorragendes Beispiel für das sportliche Flair in unserer Stadt. Es verdeutlicht den wachsenden Anteil des Sports am gesellschaftlichen Leben. Über den Spaß an Spiel und Bewegung und einem gesundheitsorientierten Alltag hinaus verbindet der Sport Menschen unterschiedlichster Lebensstile und fördert ein lebendiges und friedliches Miteinander in unserer Stadt. Ich wünsche Ihnen allen viel Spaß und Freude in der ganz besonderen Atmosphäre des Olympiaparks Berlin.
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