Anzeige
Themenwelten Berliner Morgenpost
Extra: Neubauprojekte

Berlins Parkwohnungen beim Gleisdreieckpark und am Hochmeisterplatz

Wohnungen mit Weitblick sind begehrt. Kein Wunder also, dass gerade Neubauprojekte an Parks Konjunktur haben – trotz der höheren Preise

Innerstädtische Luxuslage mit unverbaubarer Aussicht: Neubauprojekte Gleis Park.

Theresa Baldus 

Es ist noch nicht so lange her, da war dort, wo heute der Park am Gleisdreieck ist, nichts als Brachland. Man fuhr einfach mit der U-Bahn darüber hinweg, wenn man von Kreuzberg nach Schöneberg wollte oder umgekehrt. Ein Ort zum Verweilen war dieser Fleck nicht.

Das hat sich geändert. Seit das Gleisdreieck ein Park ist, kommen die Sonnenanbeter, Radler und Spaziergänger hierher. Und seit die Ränder des Parks bebaut wurden, verweilen manche auch dauerhaft.

In Kürze rollen wieder die Möbelwagen an. Am nördlichen Zipfel, am Schöneberger Ufer, baut die Kölner Unternehmensgruppe Bauwens vier Häuser. Zwei davon, Häuser drei und vier, mit insgesamt 68 Eigentumswohnungen, sind Ende des Jahres bezugsfertig. Ein weiteres mit 34 Mietwohnungen wird ebenfalls in Kürze vollendet. Im nördlichsten Gebäude, Haus eins, entstehen 76 möblierte Apartments. Bis auf zwei Penthouses sind alle Einheiten längst verkauft. „Alle Wohnungstypen waren sehr gefragt“, sagt Falko Nisse, Projektleiter bei Engel & Völkers, dem Makler, der die Eigentumswohnungen vertreibt. Ein Grund für das rege Interesse sei die besondere Architektur und die Lage: „zentral und am sehr beliebten Park“.
EuV Projekte Berlin GmbH
Wohnraum an Grünflächen ist begehrt. Die Menschen mögen Bäume, Wiesen, Blumen – aber auch Cafés, Restaurants und Theater. Und wenn sich inmitten der Stadt ein bisschen Natur angesiedelt hat, dann kommen beide Welten zusammen. Genau das, was viele sich wünschen. Zumal noch weitere Vorzüge hinzukommen: „Der weite Blick, das Wissen darum, dass die Aussicht nicht zugebaut wird, sowie der größere Abstand zum Nachbarn“, so Nissen.
Wohnpanorama am Park am Gleisdreieck in Schöneberg. FOTOS: EVE IMAGES; ZIEGERT
Wohnpanorama am Park am Gleisdreieck in Schöneberg. FOTOS: EVE IMAGES; ZIEGERT
Grünblick ohne Reklame

Mit 2500 Parks und einer Million Bäume ist Berlin eine sehr grüne Stadt. Und deshalb gibt es, wenn auch nicht zuhauf, doch immer mal wieder Neubauprojekte mit Grünblick. Am Gleisdreieckpark ist noch ein weiteres im Werden. An der Westseite baut die Berliner Klarbau das voraussichtlich letzte Haus mit direkter Ausrichtung zum Park. Spätestens Anfang 2021 soll das Ensemble mit 100 Eigentums- und 67 Mietwohnungen fertiggestellt sein. „Man sollte zuschlagen“, rät Sven Henkes, Geschäftsführer des Berliner Maklerunternehmens Ziegert, potenziellen Interessenten. So nah an der aufstrebenden Potsdamer Straße und gleichzeitig einen großen Garten vor der Haustür – das wird es nicht mehr geben.

Dabei hat der freie Blick aufs Grün Werbung wie diese eigentlich gar nicht nötig. „Alle Wohnungen sind verkauft“, winkt zum Beispiel Thorsten Harms von Helma Wohnungsbau ab. Das Unternehmen hat in Karlshorst 95 Eigentumswohnungen auf einem „parkähnlichen Grundstück“ errichtet. Ausverkauft, und das trotz der höheren Preise, die bis zu 1000 Euro pro Quadratmeter über dem für vergleichbare Objekte ohne Grünanbindung liegen können.
  
Rund 10.000 Euro kostet der Quadratmeter im Projekt Am Hochmeisterplatz nähe Kurfürstendamm. FOTO: ZIEGERT
Rund 10.000 Euro kostet der Quadratmeter im Projekt Am Hochmeisterplatz nähe Kurfürstendamm. FOTO: ZIEGERT
Höchstpreis in Halensee

Noch teurer ist der Parkblick in der City: Mehr als 7000 Euro pro Quadratmeter ruft Ziegert für die Wohnungen am Gleisdreieckpark im Schnitt auf, das Gleiche gilt für ein ebenfalls von Ziegert vertriebenes Objekt am Schlosspark in Charlottenburg. Ähnlich hohe Summen verlangt Engel & Völkers für die Wohnungen am Schöneberger Ufer. In manchen Fällen müssen die Käufer allerdings noch tiefer in die Tasche greifen. Für die Wohnungen im gerade entstehenden Gebäude am Hochmeisterplatz in Halensee werden rund 10.000 Euro fällig. Hier kommt, so Henkes, die Nähe zum Kurfürstendamm zum Tragen, außerdem sei die Ausstattung der Wohnungen sehr hochwertig. Dass der Hochmeisterplatz „nur“ ein Platz ist, also von den Abmessungen her nicht einmal ein Park, spielt da eine untergeordnete Rolle. Hauptsache, der Blick geht ins Grün hinein und die Luft ist rein.
  
Weitere Artikel