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Themenwelten Berliner Morgenpost
Berliner Immobilienmesse 2019

Tiny Houses vom Berliner Architekten Van Bo Le-Mentzel

Sogenannte Tiny Houses bieten günstigen Wohnraum. Sie brauchen wenig Fläche und finden sogar auf Dächern Platz

So sieht es aus: ein Tiny House, entworfen vom Berliner Architekten und Designer Van Bo Le-Mentzel. PA / CTK/WEISER MARTIN

Patrik Wildermann  

Der Berliner Architekt und Designer Van Bo Le-Mentzel sorgt mit seinen Ideen immer wieder für Aufsehen. Seien es Möbel, die jeder selbst für wenig Geld zusammenbauen kann oder Überlegungen zum Wohnraum. Zu diesen zählen die Tiny Houses – mobile Mini-Häuser, die auf PKW-Anhängern errichtet werden und zwischen 6 und 10 Quadratmeter Platz bieten. Viel Aufsehen erregte etwa der sogenannte Bauhaus Campus, den Le-Mentzel mit seinem Verein Tinyhouse University auf dem Innenhof des Bauhaus-Archivs in Schöneberg im Sommer 2017 ins Leben rief. Hier entstand eine gesamte Kleinstadt aus Winzighäusern, inklusive Schule und Andachtsstätte.

Sind die Tiny Houses ein Kunstprojekt, ein soziales Unterfangen oder schlicht ein Geschäftsmodell für den Wohnmarkt der Zukunft? „Es kann alles davon sein“, sagt Le-Mentzel. Wobei er selbst die sozialen Aspekte in den Vordergrund stellt. So hat er auch eine „100 Euro Wohnung“ entworfen: ein Tiny House mit 6,4 Quadratmetern Wohnfläche, das Küche, Bad, Büro, Schlafzimmer und Wohnstube auf engstem Raum kombiniert und für 100 Euro im Monat vermietet werden soll.
Die Tiny-House-Bewegung kommt ursprünglich aus den USA, wo schon in den 1920er- Jahren rollende Behausungen zu beobachten waren. Seit der Immobilien- und Finanzkrise in den Nullerjahren erfährt das Modell eine Renaissance. In Zeiten, in denen auch in deutschen Großstädten die Mieten explodieren, erscheint das mobile Wohnen plötzlich als realistische Alternative zur totalen Verausgabung für die 3-Zimmer-Wohnung. „Neu ist, dass die Mittelschicht die Tiny Houses für sich entdeckt“, beobachtet Le-Mentzel.

Zwar kostet ein hochwertiges Tiny House mit Holzfenstern, gedämmter Fassade und allem Interieur auch bis zu 50.000 Euro. Aber für diesen Preis lässt sich auf festem Grund nicht bauen. Darf man sich das eigene Park-Haus vor die Tür stellen? „Die Tiny Houses fallen nicht unter das Baurecht, sondern unter die Straßenverkehrsordnung“, erläutert Le-Mentzel. Auf unbegrenzte Zeit darf das Tiny House aber nicht an einem Ort bleiben.

Das Berliner Start-Up Cabin Spacey hat deshalb eine Alternative ersonnen: Tiny Houses, die auf ungenutzten Flachdächern errichtet werden können. Von denen existieren nach Schätzungen allein in Berlin 55.000. Allerdings gibt es auch hier Richtlinien zu beachten. Hinsichtlich der erlaubten Gebäudehöhe etwa oder des Denkmalschutzes.

Andere Vordenker des mobilen Wohnens setzen daher auf die Falttechnologie. Das französische Architekturbüro Multipod Studio hat ein Pop-up-Haus entworfen, das eine Wohnfläche von 150 Quadratmetern bieten und von vier Handwerkern in vier Tagen aufgebaut werden soll – benötigt wird dazu bloß ein Akkuschrauber. Noch einen Schritt weiter ist die englische Firma Ten Fold. Sie hat ein Haus im Angebot, das sich selbst aufbaut. Angeliefert wird es in einer neun Meter langen Kiste, sie sich innerhalb von zehn Minuten allein durch Hebelkräfte in 64 Quadratmeter Wohnraum verwandeln soll – Kostenpunkt: rund 110.000 Euro.

Das Tiny House wird aus Kostengründen und den rechtlichen Einschränkungen die Wohnungsnot in Berlin nicht lösen. Aber es erweitert die Möglichkeiten und ist eine originelle Idee.

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IBB starker Partner beim Eigenheimbau

Investitionsbank Berlin
FOTOS: IBB
FOTOS: IBB
Geht es um Wohnungsbau in Berlin, ist die Investitionsbank Berlin (IBB) der richtige Ansprechpartner. Das gilt nicht nur für den Mietwohnungsbau, sondern auch für Wohneigentum. Gerade in diesem Bereich hat die Hauptstadt mit einer mageren Eigentumsquote von etwa 15 Prozent noch erheblichen Nachholbedarf.

Für angehende Wohneigentümer ist die IBB ein starker Finanzierungspartner. So sind die Produkte „KfW-Wohneigentumsprogramm (124)“ und „KfW-Energieeffizient Bauen (153)“ feste und wichtige Bestandteile in der Angebotspalette der IBB. Beide sind miteinander kombinierbar, wobei die Förderung über zinsgünstige KfW-Kredite läuft. Diese können direkt bei der IBB beantragt werden.
Bettina Schniggenberg, Abteilungsleiterin in der IBB
Bettina Schniggenberg, Abteilungsleiterin in der IBB
„Wie bei den Programmen schon im Namen anklingt, können damit jeweils unterschiedliche Objekte finanziert werden“, sagt Bettina Schniggenberg, Abteilungsleiterin in der IBB. Beim Produkt „KfW-Energieeffizient Bauen“ steht ganz klar das energetische Moment im Vordergrund. Zielgerichtet wird damit der Bau bzw. der Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses oder eines sogenannten Passivhauses gefördert. Beide Gebäudetypen zeichnen sich durch ein sehr günstiges Energieniveau gegenüber herkömmlichen Immobilien aus. So spart der Eigentümer etwa erheblich an Heizkosten. „Eine Finanzierung können aber auch IBB-Kundinnen und –Kunden bekommen, die bestehende Gebäude durch abgeschlossene, energieeffiziente Wohneinheiten erweitern“, erklärt Bettina Schniggenberg. Dies könnte zum Beispiel die bauliche Ergänzung eines Hauses um eine energieoptimierte Dachgeschoss-Wohnung sein. Was die eigentliche Finanzierung betrifft, so können die Kunden neben dem Förderdarlehen in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit zusätzlich einen Tilgungszuschuss erhalten. Dieser kann je nach Energieeffizienz bis zu 15 Prozent betragen.

Auch mit dem „KfW-Wohneigentumsprogramm“ können Kunden den Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum finanzieren. Eine spezielle energetische Effizienz der Immobilie ist hier allerdings keine Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieses Produkts. „Die eigentliche Förderung erfolgt über ein zinsgünstiges KfW-Darlehen“, erklärt die IBB-Expertin. „Finanziert werden können 100 Prozent der förderfähigen Bauoder Erwerbskosten, wobei die Obergrenze bei 50.000 Euro pro Wohneinheit liegt.“

Last but not least: Zur Schließung des Gesamtfinanzierungsbedarfs bietet die IBB zusätzlich ein „IBB-Förderergänzungsdarlehen“ an.

KONTAKT:

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Investitionsbank Berlin
Immobilien- und Stadtentwicklung

Bundesallee 210
10719 Berlin

Tel.: (030) 2125-3488
Fax: (030 ) 2125-2020
E-Mail: immobilien@ibb.de

Internet: www.ibb.de/wohneigentuemer
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