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Berliner Ärztemagazin 

Kindliche Fehlentwicklungen frühzeitig im Bauch der Mutter erkennen

Pränataldiagnostik

Dr. Schlembach kümmert sich um kleine „Sorgenkinder“ mit kindlichen Fehlentwicklungen. Fotos: Peter Claußen

Er ist Chef einer der größten Geburtskliniken Deutschlands – Priv.-Doz. Dr. Dietmar Schlembach. Jährlich kommen im Klinikum Neukölln über 3200 Kinder zur Welt – Tendenz weiter steigend. Das Spezialgebiet von Dr. Schlembach: Kindliche Fehlentwicklungen.

„Kindliche Fehlentwicklungen können wir am Ungeborenen erkennen und rechtzeitig zusammen mit unserem Team der Kinderklinik behandeln.“

Fast jede werdende Mutter und jeder werdende Vater hat sich schon einmal die Frage gestellt: „Wird mein Baby gesund zur Welt kommen?” Antworten kann die Pränataldiagnostik geben – also die Untersuchung des Ungeborenen im Mutterleib. „Neben den regelmäßigen Untersuchungen in der Schwangerenvorsorge wie Blutdruckmessung, Gewichtskontrolle, vaginale Untersuchung, Urintests und Kontrolle der kindlichen Herztöne gibt es drei Ultraschalluntersuchungen“, beschreibt Dr. Schlembach. „Hierbei können wir die Schwangerschaft eindeutig bestätigen, Mehrlingsschwangerschaften erkennen, das Wachstum und die Versorgung des Kindes überwachen und auch Anomalitäten des ungeborenen Kindes feststellen.“ Darüber hinaus gibt es inzwischen eine Vielzahl weiterer Untersuchungen in der Pränataldiagnostik. Ärzte unterscheiden nichtinvasive von invasiven Verfahren – also ob in den Körper von Mutter oder Kind eingegriffen wird oder nicht. Mit Hilfe einer detaillierten Ultraschalluntersuchung und der Nackentransparenzmessung können Spezialisten wie Dr. Schlembach Fehlbildungen an Organen erkennen und die Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein von Chromosomenstörungen wie der Trisomie 21 („Down-Syndrom“) erkennen. Ganz neu ist der Bluttest: Eine mütterliche Blutprobe genügt für die Untersuchung auf Erkrankungen wie z.B. das Down-Syndrom. Dieser Test (NIPT) lässt erkennen, ob das Baby eine der Trisomien 21, 18 und 13 haben könnte. Bei ultrasonographischen Auffälligkeiten oder Verdacht auf eine Chromosomenstörung (z.B. im NIPT) kann eine invasive Diagnostik (z.B.) Biopsie des Mutterkuchens, Chorionzottenbiopsie) oder Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) weiteren Aufschluss geben. Kindliche Zellen werden aus dem Fruchtwasser entnommen, im Labor vermehrt und auf die in ihnen enthaltenen Chromosomen hin untersucht. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass eine invasive Diagnostik extrem gefährlich sei, beziffert Dr. Schlembach das Risiko für eine Fehlgeburt auf 0,1 Prozent. In 99,9 Prozent der Fälle treten keine Probleme auf, wenn der Eingriff durch einen erfahrenen Untersucher durchgeführt wird. Eine eindeutige Antwort, ob das Ungeborene gesund ist, kann aber keine pränataldiagnostische Untersuchung geben. „Neben den üblichen Ultraschalluntersuchungen können wir mit der Dopplersonografie die Blutflussgeschwindigkeit messen - wenn etwa die normale Ultraschalluntersuchung einen auffälligen Befund ergeben hat und zum Beispiel der Verdacht besteht, dass das Baby sich nicht zeitgemäß entwickelt oder unterversorgt ist“, erklärt der Geburtsmediziner.

Mit neuer Technik – wie hier mit dem Doppler-Ultraschall – können bereits während der Schwangerschaft Anomalien sicher diagnostiziert werden.
Mit neuer Technik – wie hier mit dem Doppler-Ultraschall – können bereits während der Schwangerschaft Anomalien sicher diagnostiziert werden.
Bei ultrasonographischen Auffälligkeiten oder Verdacht auf eine Chromosomenstörung (z.B. im NIPT) kann eine invasive Diagnostik (z.B.) Biopsie des Mutterkuchens, Chorionzottenbiopsie) oder Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) weiteren Aufschluss geben. Kindliche Zellen werden aus dem Fruchtwasser entnommen, im Labor vermehrt und auf die in ihnen enthaltenen Chromosomen hin untersucht. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass eine invasive Diagnostik extrem gefährlich sei, beziffert Dr. Schlembach das Risiko für eine Fehlgeburt auf 0,1 Prozent. In 99,9 Prozent der Fälle treten keine Probleme auf, wenn der Eingriff durch einen erfahrenen Untersucher durchgeführt wird. Eine eindeutige Antwort, ob das Ungeborene gesund ist, kann aber keine pränataldiagnostische Untersuchung geben. „Neben den üblichen Ultraschalluntersuchungen können wir mit der Dopplersonografie die Blutflussgeschwindigkeit messen - wenn etwa die normale Ultraschalluntersuchung einen auffälligen Befund ergeben hat und zum Beispiel der Verdacht besteht, dass das Baby sich nicht zeitgemäß entwickelt oder unterversorgt ist“, erklärt der Geburtsmediziner.

Auf die Frage: „Ist das Herz in Ordnung?“ gibt die sogenannte Fetale Echokardiografie Antwort. Hier überprüft Dr. Schlembach mittels hochauflösender Ultraschallsonden, ob das Herz des Babys richtig arbeitet. Denn Herzfehler gehören neben Nierenauffälligkeiten zu den häufigsten Fehlbildungen. „Viele davon können wir so schon am Ungeborenen erkennen und rechtzeitig zusammen mit unserem Team der Kinderklinik bereits vor oder nach der Geburt behandeln.“ Neben dem Bereich der Pränataldiagnostik begleitet Dr. Schlembach auch Risikoschwangerschaften wie Schwangerschaften mit mütterlichen Erkrankungen, Kindern mit Wachstumsverzögerung oder Schwangerschaften nach mehreren Fehlgeburten. „Ich freue mich jedes Mal, wenn wir Ärzte die Entstehung des neuen Lebens begleiten.“ Eltern rät Dr. Schlembach, den Ärzten zu vertrauen: „Der überwiegende Teil der Schwangerschaften und Geburten verläuft völlig normal. In den zwei bis drei Prozent der Komplikationsfälle wissen wir Spezialisten dann, was zu tun ist.“

Vivantes Klinikum Neukölln 

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Klinik für Geburtsmedizin Perinatalzentrum Level I
Tel.: (030) 130 14 84 86
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Tel.: (030) 130 14 28 92
Rudower Straße 48 12351 Berlin
www.vivantes.de

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