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Berliner Ärztemagazin 

Herz-Kreislauferkrankung

Neues Netzwerk gegen Todesursache Nummer 1

Kardiologe Dr. Olaf Göing leitet die Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie am Sana Klinikum Lichtenberg. Fotos: Peter Claußen

An Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufes sterben in Berlin jedes Jahr die meisten Menschen. Fast 40 Prozent aller Todesfälle sind darauf zurückzuführen. Erst an zweiter Stelle kommen Krebserkrankungen.

„Zusammen mit unseren niedergelassenen Kollegen ,leben‘ wir eine intersektorale Vernetzung.“

Dabei sind vor allem ältere Menschen betroffen: Mehr als 60 Prozent der Erkrankten sind zwischen 65 und 85 Jahren. „Hinter dem Sammelbegriff „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ verbergen sich ganz verschiedene Leiden“, erklärt Kardiologe Dr. Olaf Göing, „weshalb eine einheitliche Definition bis heute schwer ist“, so der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Kardiologie am Sana Klinikum Lichtenberg. Die am häufigsten auftretenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Koronare Herzerkrankung, strukturelle Herzerkrankungen und Herzrhythmusstörungen. „Viele Patienten haben zudem schwere Begleiterkrankungen wie Nierenschwäche, Diabetes mellitus, Eisenmangel, Anämie, Bluthochdruck und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD).“ Meist erkennen Betroffene ihre Erkrankungen zunächst nicht oder stufen sie als nicht allzu bedrohlich ein. Wichtige beeinflussbare Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind etwa kardiometabolische Erkrankungen wie Hypertonie, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Adipositas sowie gesundheitsbeeinträchtigende Verhaltensweisen wie Rauchen, körperliche Inaktivität und ungesunde Ernährung. Vor allem der Risikofaktor Bluthochdruck kann viele Jahre unbemerkt und damit unentdeckt bleiben. „Daher müssen Sie Untersuchungen und Behandlungen unter einem ganzheitlichen Aspekt durchführen – in einer möglichst engen Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und spezialisierten Kliniken“, ergänzt Dr. Nicolas Merke, Kardiologe aus Lichtenberg. „Das ist eine gelebte Verbindung vom niedergelassenen Bereich und einer Klinik – ein gutes Beispiel für – wie wir es nennen – intersektorale Vernetzung. Wir reden die gleiche Sprache, kennen die Abläufe, können Qualitätsprozesse und etwa auch das wichtige Entlassmanagement gemeinschaftlich absprechen“, beschreibt Kardiologin Dr. Sabine Roeder die Idee. „Die Arbeit hört ja nicht auf, wenn wir den Patienten entlassen“, ergänzt Dr. Göing. So bleiben die Patienten im neuen Netzwerk: Die Behandlung beginnt in der Regel beim niedergelassenen Arzt, geht gegebenenfalls über die Klinik und endet dann auch wieder in den Händen des Fach- oder Hausarztes. Mit allen Vorteilen für den Patienten. Wie etwa einem schnelleren Zugriff auf Spezialuntersuchungen. Und gemeinsam mit dem Patienten entscheiden die Mediziner, ob etwa eine Behandlung unbedingt stationär – also im Krankenhaus – oder nicht doch auch ambulant mit Unterstützung aus der Klinik erfolgen kann. Das setzt eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten voraus und ein Vertrauen in gemeinsame Wege. „So können Patienten möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld ambulant belassen werden und brauchen nicht unnötig in die Klinik“, fasst Dr. Göing zusammen. 

Sana Klinikum Lichtenberg
Dr. Olaf Göing

Herz-Kreislauferkrankung Image 1
Klinik für Innere Medizin II
Schwerpunkt Kardiologie
Fanningerstraße 32
10365 Berlin
Tel. (030) 5518-2129
b.schulz@sana-kl.de
www.sana-kl.de

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