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Berliner Ärztemagazin 

Gefäßzentrum

Starkes Team gegen kranke Gefäße und gefährliche Engpässe

Leitet das Gefäßzentrum Berlin-Nord: Prof. Dr. Carsten Bünger. Fotos: Peter Claußen; privat

Sie transportieren unser sauerstoffreiches Blut vom Herzen zu den Organen, Muskeln und in das Gewebe: die Arterien. Doch Ablagerungen aus Fett und Kalk – sogenannte Plaques – können die Gefäßwände verändern und die Arterien verengen oder ganz verschließen. Die Folge: Mangeldurchblutung bis hin zur Ausbildung eines Infarkts (Gewebeuntergang).

„Alles, was zur Diagnose und Behandlung in unserer Kerndisziplin Gefäßmedizin erforderlich ist, haben wir im Zentrum Tür an Tür.“

„Die Arteriosklerose ist die häufigste Ursache von arteriellen Gefäßkrankheiten“, weiß Prof. Dr. Carsten Bünger vom Gefäßzentrum Berlin-Nord. Der Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin am Vivantes Humboldt-Klinikum und Klinikum Spandau behandelt Erkrankungen der Arterien, Venen oder Lymphgefäße in enger Zusammenarbeit mit der Angiologie (Leitung: Oberärztin Fr. Dr. Sharon Siedner) und dem Institut für Radiologie und interventionelle Therapie (Chefarzt: PD Dr. Karsten Krüger) an beiden Häusern. Wichtige Kooperationspartner sind die Klinik für Neurologie, Kardiologie, Nephrologie und Diabetologie. „Alles, was zur Diagnose und Behandlung in unserer Kerndisziplin Gefäßmedizin erforderlich ist, haben wir im Zentrum Tür an Tür“, beschreibt Prof. Bünger die Idee. „So können wir ganzheitlich in einer Klinik den Patienten helfen. Das ist – wenn Sie so wollen – täglich gelebte Interdisziplinarität“.

Kommen invasive Therapien zum Einsatz, ist es die schonende Kathetertechnik, eine Operation bzw. die Kombination (Hybrid-Eingriff).
Kommen invasive Therapien zum Einsatz, ist es die schonende Kathetertechnik, eine Operation bzw. die Kombination (Hybrid-Eingriff).
In der Klinik für Gefäßmedizin bilden Angiologen und Gefäßchirurgen gemeinsam das ärztliche Team, wobei die angiologische Diagnostik der Ausgangspunkt ist. „Der Basispfeiler unserer Behandlung ist das konservative Vorgehen“, meint Prof. Bünger. Gemeinsam mit dem Patienten gehen die Experten zunächst die Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes, langjähriger Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte (LDL-Cholesterin) oder mangelnde Bewegung an. „Oft können etwa in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung – wir nennen das best medical treatment – bereits erste gute Ergebnisse erreicht oder die Erkrankung stabilisiert werden“, beschreibt Prof. Bünger weiter. Sollte diese Basistherapie nicht ausreichen, so geht der Trend eindeutig zur minimalinvasiven und damit schonenden Kathetertechnik (PTA, Stent). Gezielt eingesetzt, kann aber auch eine gefäßchirurgische Operation bzw. die Kombination aus Katheter und Operation (Hybrid-Eingriff) eine gute Behandlungsmöglichkeit darstellen. So wird heute beispielsweise die Aussackung der Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysma) überwiegend mit Stent-Systemen (EVAR) behandelt, und nur noch in 10-30 Prozent erfolgt ein rein gefäßchirurgiches Vorgehen. „Wir suchen für den Patienten immer das schonendste Verfahren mit langfristig besten Ergebnissen.“ Patienten können die Gefäßsprechstunde des MVZ am Humboldt-Klinikum nutzen. Speziellere Angebote der Klinik für Gefäßmedizin sind die angiologische und gefäßchirurgische Sprechstunde sowie die Aortensprechstunde.

Vivantes Humboldt-Klinikum
Klinik für Gefäßmedizin
MVZ am Humboldt-Klinikum

Gefäßzentrum Image 1
Am Nordgraben 2
13509 Berlin Reinickendorf
Terminvereinbarungen:
Gefäßassistentin Frau Punschke

Tel.: (030) 130 12 1337
Tel.: (0151) 538 54 906
www.vivantes.de

Schwerpunkte
■ Gefäßerweiterung (Aneurysma, z.B. Bauchaortenaneurysma)
■ Schaufensterkrankheit (PAVK)
■ Verengung der Halsschlagader (Karotisstenose)
■ Akuter Gefäßverschluss (Beininfarkt)
■ Einengungssyndrome (z.B. Dunbar-Syndrom, Renales Entrapment)
■ Krampfaderleiden (Varikosis)
■ Anlage von Dialysezugängen bei Nierenversagen

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