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Berliner Ärztemagazin 

Ballenzeh (Hallux valgus)

Muss die häufigste Fußfehlstellung immer gleich operiert werden?

Analysiert Fußfunktionen mit Hilfe der Fotoanalyse: Dr. Tonio Gottlieb, Fußchirurg mit 20-jähriger Erfahrung. Foto: Marion Hunger-Doll

Eigentlich ist unser Fuß genetisch gesehen jünger als die Hand“, erklärt Dr. Tonio Gottlieb. „Vor vielen Generation haben wir ihn umfunktioniert – von einem Greiforgan zu einem Organ, das Last tragen soll“, so der Facharzt für Chirurgie und zertifizierte Fußchirurg aus Zehlendorf. Untersuchungen zeigen, dass bis zum vierten Monat vor der Geburt die Fußform des gespreizten Mittelfußknochens bei Primaten wie auch beim Menschen gleich ist. Erst danach stellen sich die Mittelfußknochen beim Menschen parallel. „Bei manchen von uns bleibt diese Parallelstellung jedoch aus – ein Ballen bildet sich“, beschreibt Dr. Gottlieb. „Die Eigenschaften, die man zum Greifen braucht, wie Beweglichkeit, Spreizstellung der Mittelfuß-/Handknochen, sind bei der neuen Funktion ungünstig“, so der Fußspezialist. „Dies bedingt die Schwachstellen des Fußes, an denen er seine Überlastung preisgibt – etwa am Übergang von der Fußwurzel zum Mittelfußknochen.“

„Wichtig ist mir, dass ein Hallux valgus nicht krankhaft ist.“

Durch die Abspreizung des Mittelfußknochens entsteht der Großzehenballen (Hallux valgus). Und die Überbeweglichkeit in diesem Bereich führt zu einer Überlastung der angrenzenden Knochen, die die Last stattdessen auf den Boden übertragen. „Daher muss eine ursächliche Therapie diesen Bereich stabilisieren.“ Aber OP ist nicht gleich OP. Das Original der Operation nach Lapidus umfasst drei Knochen: Mittelfußknochen I, II und das I. Keilbein. Modernere Methoden umfassen nur zwei Knochen. Das verspreche zwar eine schnellere Genesung – ist aber eine starke Vereinfachung und nicht so nachhaltig. „Wichtig ist mir, dass die Veränderung an sich nicht krankhaft ist. Vielmehr ist es ein persönliches Merkmal, das schmerzhaft sein kann. In diesem Fall kann man operativ gut die Belastungsfähigkeit des Fußes steigern“, rät Dr. Gottlieb.

Fußchirurgische Privatpraxis
Dr. Tonio Gottlieb 

Ballenzeh (Hallux valgus) Image 1
Teltower Damm 35
14169 Berlin
Tel.: (030) 80 58 12-07
E-Mail: dr.gottlieb@der-fusschirurg.de
www.der-fusschirurg.de 

Schwerpunkte
■ Plattfuß, Knick-, Senk-, Spreizfuß, Pes Valgus
■ Hallux Rigidus, Hallux Limitus
■ Hallux Valgus-Deformität
■ Kleinzehendeformitäten Selbstzahler Private Krankenversicherung

Selbstzahler
Private Krankenversicherung 

Endlich schmerzfrei am Ellenbogen

Fotos: Joerg Rofeld; privat
Fotos: Joerg Rofeld; privat
Chronische Schmerzen im Ellenbogen entwickeln sich zu einer Volkskrankheit. Sportliche Überlastung, langes Arbeiten mit der Computermaus, Regale im Supermarkt einsortieren oder der Umgang mit schweren Werkzeugen – wer bestimmte Bewegungen häufig wiederholt oder oft schwere Lasten hebt, begünstigt die Erkrankung. Regelmäßige Überanstrengung der Muskulatur des Unterarms kann zu Schmerzen am Ellenbogen führen.

Als Ellenbogenspezialisten behandeln wir viele Patienten, bei denen nichts mehr zu helfen scheint“, sagt Dr. Michael Berndsen, Chefarzt der Abteilung für Obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie am Immanuel Krankenhaus Berlin. „Häufig klingen die Schmerzen bereits durch eine konservative Behandlung vollständig ab.

„Patienten sollten in jedem Fall alle konservativen Behandlungsoptionen ausschöpfen, bevor eine Operation empfohlen wird.“

Patienten sollten in jedem Fall alle konservativen Behandlungsoptionen ausschöpfen, bevor eine Operation empfohlen wird“, rät Dr. Berndsen. Wer jedoch nach einer gewissen Zeit trotz konservativer Therapie immer noch Beschwerden hat, sollte die Ursache im MRT und gegebenenfalls mit einer Ellenbogenarthroskopie untersuchen lassen. Sie erlaubt direkt das Gelenk einzusehen und gezielt die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln. So lässt sich beispielsweise eine der häufigsten Ursachen für den chronischen Verlauf des Tennisarms erkennen und gezielt behandeln: ein instabiler äußerer Kapsel-Bandapparat. 

Dr. Michael Berndsen, Chefarzt der Abteilung für Obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie am Immanuel Krankenhaus Berlin.
Dr. Michael Berndsen, Chefarzt der Abteilung für Obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie am Immanuel Krankenhaus Berlin.
Dr. Marietta Jansen, Chefärztin Unfallchirurgie, Albertinen-Krankenhaus Hamburg.
Dr. Marietta Jansen, Chefärztin Unfallchirurgie, Albertinen-Krankenhaus Hamburg.
„Und wenn etwa eine Bandinsuffizienz – also eine ungenügende Stabilität – festgestellt wird, kann in einer minimalinvasiven Operation entweder eine Bandplastik durchgeführt oder die Sehnenansätze gestrafft werden, um die Spannung im Gelenk wieder zu erhöhen“, so Dr. Berndsen. Aber auch bei schwereren Schädigungen des Ellenbogengelenkes gibt es sehr gute Möglichkeiten der Behandlung. So kann bei fortgeschrittener Arthrose oder rheumatischen Veränderungen des Ellenbogengelenkes ein Gelenkersatz die Schmerzen lindern und Beweglichkeit erhalten.

„Ebenso sind Ellenbogenverletzungen nach Stürzen, Sportunfällen oder Verkehrsunfällen keine Seltenheit und betreffen keineswegs nur ältere Menschen“, beschreibt Dr. Marietta Jansen, Chefärztin der Unfallchirurgie im Albertinen-Krankenhaus, Hamburg. Bei Frakturen des unteren Bereichs des Oberarmknochens oder direkt des Ellenbogengelenks kann das Gelenk durch Schrauben und Platten rekonstruiert werden. „Gelingt diese Wiederherstellung nicht, weil etwa der Trümmerbruch zu ausgedehnt ist, muss eine Prothese implantiert werden“, erklärt Dr. Jansen.

„Wenn sich jemand das Ellenbogengelenk ausrenkt, nähen wir die gerissenen Bänder, die das Gelenk dauerhaft stabilisieren – manchmal ist auch ein Fixateur gelenkübergreifend nötig.“. Reißt eine Bizepssehne, hilft es, die Sehnen mit Ankern am Oberarm- bzw. Unterarmknochen zu befestigen und so die Funktion des Bizeps wiederherzustellen. Bleiben nach einer Ellengelenkverletzung Schäden zurück, können sie mithilfe der Arthroskopie behandelt werden. Ist das Gelenk etwa versteift, können Verwachsungen im Ellenbogengelenk gelöst werden (Arthrolyse).


Maßgeschneiderte Reha nach Hüft- oder Knie-OP

Neue Konzepte und Therapien

Prof. Dreinhöfer leitet die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Humboldtmühle.
Prof. Dreinhöfer leitet die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Humboldtmühle.
Gesund werden und wohlfühlen in schöner Umgebung. „Dafür bietet unsere Klinik direkt am Tegeler See ideale Möglichkeiten“, sagt Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer von Medical Park Berlin Humboldtmühle. Der Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie kümmert sich mit seinem Team vor allem um die Anschlussheilbehandlung von Patienten nach Operationen. „Es kommen zu uns sowohl Spitzensportler als auch ältere Menschen; Berliner, die eine stationäre Reha in der Nähe ihres Zuhauses bevorzugen, genauso wie internationale Politiker“, so Prof. Dreinhöfer. „Dabei zeichnet uns nicht nur die ideale Lage aus – im Grünen, aber doch zentral und gut erreichbar –, sondern auch der gelungene Mix zwischen kompetenter, persönlicher Betreuung und innovativer Ausstattung. Entscheidend aber ist: Nicht die Diagnose definiert die Behandlung, sondern der Patient selbst“, meint der Reha-Experte. 

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Mit jedem Patienten wird vom Arzt zu Beginn der Behandlung ein ausführliches Gespräch über die Anforderungen im persönlichen Umfeld, über Erwartungen und Möglichkeiten geführt. „Die Kunst ist es, sich auf jeden einzelnen Patienten einzulassen.“ So unterscheiden sich für einen aktiven Hobbysportler die Therapieeinheiten von Krankengymnastik, Sporttherapie, Ergotherapie und Wassergymnastik gegenüber denen einer 80-Jährigen mit einem Schenkelhalsbruch. „Hier würden wir eher langsam beginnen, den Patienten wieder zu mobilisieren – später folgen dann ganz praktische Alltags-Übungen.“ Dazu gibt es in der Humboldtmühle nicht nur eine „Probewohnung“ mit engen Türen und Treppenstufen, sondern auch eine Art „Minisupermarkt“ in dem geübt wird, mit dem Einkaufswagen zu hantieren. Zusätzlich steht ein Auto auf dem Trainingsgelände. Die Patienten können ausprobieren wie sie einsteigen, ohne die neue Hüfte zu belasten. Und in einem Therapiegarten kann das Laufen auf verschiedensten Untergründen geübt werden. „Das gibt unseren Patienten eine ganz andere Sicherheit als Trockenübungen in der Turnhalle“, beschreibt Prof. Dreinhöfer.“

Medical Park Berlin Humboldtmühle
Prof. Dr. Karsten E. Dreinhöfer

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An der Mühle 2 bis 9
13507 Berlin-Tegel
Tel.: (030) 300 240-9212
Fax: (030) 300 240-9219
mpb.sekretariat.ortho@medicalpark.de
www.medicalpark.de

Schwerpunkte
Anschlussheilbehandlungen u. a. nach 
■ Endoprothesen von Hüfte, Knie, Schulter und Sprunggelenk
■ Wirbelsäulenoperationen 
■ Unfällen
■ Sportverletzungen
■ Amputationen Sowie multimodale Behandlung von Patienten mit Osteoporose oder chronischen Schmerzzuständen

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