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Extra: Wohnen am Wasser

Müggelsee-Residenzen in Berlin-Friedrichshagen

In Berlin gibt es viele schöne Seen – Traumlagen. Leider werden kaum noch Neubauten an den Ufern realisiert

Zu den Müggelsee-Residenzen gehören eigene Stege für Motor- und Segelboote. FOTO: KAB GMBH

Theresa Baldus 
 
In Berlin-Friedrichshagen, direkt am Müggelsee, sind die letzten Bauarbeiten im Gange. Spätestens Ende des Jahres werden die Wohnungen im vorletzten Bauabschnitt bezugsfertig sein, im Frühjahr 2020 dann auch das letzte Gebäude.

Dieses luxuriöse Bauprojekt am Wasser nennt sich Müggelsee-Residenzen. Vor 14 Jahren hat Hans-Jürgen Alda, Geschäftsführer der KAB GmbH, begonnen, es zu entwickeln. Schlohweiße Haare habe er darüber bekommen, sagt er, wie es so sei, wenn man mit Widerständen zu kämpfen habe. Am Ende aber, so Alda, habe sich das Durchhalten gelohnt.

Wohnen am Wasser ist für viele der Traum schlechthin. Die einen lieben den Blick aufs blaue Nass, egal, ob See oder Fluss. Andere genießen den schnellen Sprung in den See, wieder andere haben ein Boot, das sie gerne jederzeit startklar in unmittelbarer Nähe wissen.
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Doch es gibt kaum noch freie Grundstücke an den Ufern. Aus diesem Grund weicht die Berliner Nova-Gruppe einen Steinwurf hinter den Stadtrand aus. Das neueste Projekt soll am Dämeritzsee entstehen – auf der Brandenburger Seite in Erkner. „In Berlin sind solche Sahnestücke mit Bootsanlegemöglichkeit nicht mehr zu bekommen, und wenn, sind sie zu teuer“, sagt Nova-Chef Rajk Burbach. Das sei bedauerlich. Schließlich gebe es eine „gigantische Nachfrage“ nach Objekten in solchen Lagen. Die Interessenten seien „Süßwasserkapitäne“, die sich einen eigenen Bootsliegeplatz am Garten wünschen.

Dieses Bedürfnis erfüllen auch die Müggelsee-Residenzen. Vier „Seehäuser“ hat KAB am Nordufer geschaffen, ein Büro- und Wohnhaus mit 22 Wohnungen sowie ein Wohnhaus „mit Penthouse-Residenz und Carlift“ mit ebenfalls 22 Wohnungen, ferner ein Wohn- und Ärztehaus mit Saunalandschaft und fünf Wohnungen. Dazu eine Steganlage für Segel- und Motorboote mit 18 Liegeplätzen. Der Kaufpreis für eine Eigentumswohnung von 8.500 Euro aufwärts pro Quadratmeter schreckt die Interessenten nicht ab. Das gleiche gilt für die wenigen angebotenen Mietwohnungen für 20 Euro kalt pro Quadratmeter. Dafür gibt es einen hohen Standard, etwa einen 24-Stunden-Concierge-Service.

Das können die geplanten Mietwohnungen in der Fürstenwalder Allee unweit des Dämeritzsee nicht bieten. Die Ein- bis Vierzimmerwohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land haben nicht einmal einen direkten Seezugang, sondern stehen in zweiter Reihe. Dennoch: In wenigen Minuten ist man am Strand, die Lage ist also gut. Und vor allem sind die Preise moderat: 69 der insgesamt 216 Wohnungen sind mit Fördermitteln des Landes Berlin finanziert. An Inhaber eines Wohnberechtigungsscheines werden sie für 6,50 Euro kalt pro Quadratmeter vermietet. Die ersten Wohnungen werden laut dem Pressesprecher ab Dezember dieses Jahres angeboten.

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